Cutting

 

Beim Cutting handelt es sich um eine alte Tradition verschiedener Naturvölker aus Asien, Afrika und Nordamerika. Die Ziernarben werden traditionell mit Messern aus unterschiedlichen Materialien (Stein, Metall oder auch Bambus) oder Fischzähnen (Haifischzähne) in die Haut geschnitten. Klassischerweise werden mit Cuttings Stammeszugehörigkeiten, Lebensphasen und Funktionen der einzelnen Personen gekennzeichnet.
Die heutigen, westlichen Cuttings werden mit Skalpellen geschnitten. In den meisten Fällen handelt es sich um einfache und weniger große Motive, als sie traditionell verwendet werden.

Wie bei einer Tätowierung wird das Motiv entweder direkt auf die Haut gezeichnet oder mit einem Stencil auf die Haut gebracht. Mit dem Skalpell werden die Konturen des Motivs nachgeschnitten, die Schnitte sind relativ oberflächlich und gehen nur ca. 2-3mm unter die Haut. Die Haut zwischen den Konturen wird anschließend vom Fettgewebe getrennt und abgelöst, so dass eine offene, saubere Verletzung entsteht, die sich mit der Narbenbildung wieder schließt und so dann als Ziernarbe sichtbar bleibt.

Die Vernarbung kann mit der Nachbehandlung je nach Wunsch des Kunden ein wenig manipuliert werden, so dass entweder aufstehende (keloide) oder ganz flache Narben entstehen. Nichtsdestotrotz kann man lediglich versuchen, die Vernarbung ein wenig zu steuern, schlussendlich hat jeder Mensch eine unterschiedliche Narbenbildung.

Das Anbringen eines Cuttings hört sich schmerzhaft an, das Empfinden ist natürlich von Person zu Person anders – von wenig bis sehr schmerzhaft.

Oftmals schmerzhafter ist die Nachbehandlung des Cuttings, die unbedingt konsequent und verantwortungsvoll durchgeführt werden muss, um unerwünschte Nebenwirkungen, wie unkontrollierte Narbenbildung oder Infektionen zu verhindern. Die frische Verletzung muss täglich von den Krusten befreit werden, so dass sich die Haut nicht wieder zusammenzieht und das Motiv dann eben als Narbe sichtbar bleibt. Genauere Infos zur Nachbehandlung kannst du auf unseren Pflegehinweisen nachlesen.

Wir stehen für einen vernünftigen Umgang mit Cuttings ein, daher muss jede Idee zunächst bei einem Beratungsgespräch im Studio mit uns diskutiert werden. Gerne nehmen wir uns Zeit, dir alle deine Fragen zu beantworten und dich gut auf dein Cutting vorzubereiten. Einen Beratungstermin kannst du telefonisch unter 031 311 61 14 bei uns vereinbaren.

Folgendermaßen kannst du dich selber auf deinen Cutting Termin vorbereiten:

24 Stunden vor dem Termin und nach dem Termin kein Konsum von Alkohol oder Drogen. Ebenfalls solltest du keine blutverdünnenden Medikamente einnehmen. Achte darauf, dass du genügend schläfst und gut erholt und gut genährt zu deinem Termin erscheinst. Achte auch darauf, genügend Wasser zu trinken. Mit gutem Frühstück und genügend Wasser ist der Kreislauf stabiler und die Schmerzen leichter zu ertragen.

Falls du schwanger bist, Antibiotika, Kortison, regelmäßig blutverdünnende Medikamente einnehmen musst oder gerade frisch geimpft bist, können wir dir kein Cutting machen. Ebenfalls Ausschlusskriterien sind Sonnenbrand, Allergien, die sich auf der Haut manifestieren oder Hautreizungen wie Schuppenflechten oder Neurodermitis.

Um das Cutting nachher zu reinigen, benötigst du folgende Materialien, die du vorgängig beschaffen solltest:

PH-neutrale Seife, sterile und beschichtete Kompressen zum Abdecken des Cuttings, eine neue weiche Zahnbürste, eine saubere Pinzette, Meersalz, Octeniseptspray, Händedesinfektionsmittel, Handschuhe und allenfalls Wasserstoffperoxid oder Zucker und Zitronen.

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